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Bitcoin

Vancouver schließt Bitcoin als kommunale Reservewährung aus

Vancouver schließt Bitcoin als kommunale Reservewährung aus

Vancouvers Experiment mit einer kommunalen Bitcoin-Reserve ist praktisch schon vorbei, bevor es überhaupt begonnen hat.

Wichtige Erkenntnisse:

  • Die Stadtverwaltung von Vancouver hat Bitcoin offiziell für unvereinbar mit den kommunalen Mindestreserveanforderungen gemäß der Vancouver Charter erklärt.
  • Ein Mitarbeiterbericht vom 2. März empfiehlt, den Antrag vollständig zurückzuziehen; der Stadtrat stimmt am 10. März darüber ab.
  • Bitcoin ist seit seinem Höchststand Ende 2025 um rund 50 % gefallen und wird derzeit bei etwa 70.500 US-Dollar gehandelt.

Die Stadtverwaltung ist zu dem Schluss gekommen, dass Kryptowährungen gemäß der Vancouver Charter nicht als zulässige Anlage gelten, und empfiehlt dem Stadtrat, den Vorschlag bei seiner Sitzung am 10. März offiziell zu verwerfen.

Warum es rechtlich gescheitert ist

Der Mitarbeiterbericht vom 2. März 2026 hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg: Bitcoin erfüllt einfach nicht die Anforderungen für die Einstufung als Vermögenswert gemäß dem Municipal Finance Authority Act der Provinz British Columbia. Kommunale Reserven sind auf konservative Instrumente beschränkt – Staatspapiere, Bankeinlagen und hoch bewertete Commercial Papers. Bitcoin fällt nach allen rechtlichen Maßstäben in keine dieser Kategorien.

Das Ministerium für kommunale Angelegenheiten von British Columbia bekräftigte diese Position und erklärte, dass es speziell Gesetze auf Provinzebene gebe, um öffentliche Gelder vor „unangemessenen Risiken” zu schützen. Die Mitarbeiter gingen noch weiter und bezeichneten die weitere Prüfung des Vorschlags als Missbrauch von Ressourcen. Sie empfahlen, ihn zugunsten dringenderer städtischer Angelegenheiten zurückzustellen.

Der Vorschlag war 2024 von Bürgermeister Ken Sim eingebracht worden, zu einem Zeitpunkt, als Bitcoin die 100.000-Dollar-Marke überschritten hatte und die Begeisterung für Kryptowährungen groß war. Sim argumentierte, dass der Vermögenswert eine Absicherung gegen Inflation darstelle, und verwies auf seine Performance über 16 Jahre als Rechtfertigung für die Einführung durch die Stadt. Er versprach sogar eine persönliche Bitcoin-Spende in Höhe von 10.000 Dollar an die Stadt, falls der Plan angenommen würde.

Politik, Preis und Widerstand

Heute sieht diese Argumentation deutlich schwächer aus. Bitcoin wird derzeit bei knapp 70.500 US-Dollar gehandelt – ein Rückgang von rund 50 % gegenüber seinem Höchststand von über 126.000 US-Dollar Ende 2025. Der Zeitpunkt unterstreicht eine zentrale Kritik von Finanzexperten, die darauf hinwiesen, dass die kommunalen Reserven stabil genug bleiben müssen, um unmittelbare Finanzierungsverpflichtungen zu decken, unabhängig vom langfristigen spekulativen Aufwärtspotenzial eines Vermögenswerts.

Der Widerstand innerhalb des Stadtrats war nie gering. Stadtrat Pete Fry äußerte Bedenken hinsichtlich Geldwäsche und der dokumentierten Verbindungen von Bitcoin zum organisierten Verbrechen. Umweltkritiker wiesen auf die Energieintensität des Bitcoin-Minings und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen hin – eine schwierige Optik für eine Stadt, die sich zu Klimaschutzverpflichtungen verpflichtet hat.

Eine kleine Tür bleibt offen. Die Mitarbeiter räumten ein, dass die Stadt Bitcoin möglicherweise für Steuerzahlungen akzeptieren könnte, sofern es sofort nach Erhalt in kanadische Dollar umgewandelt wird – eine Regelung, die die Regeln für die Klassifizierung von Reserven vollständig umgeht. Darüber hinaus ist das Gesamtbild bekannt: Kommunale Kryptowährungsinitiativen scheitern regelmäßig in der Machbarkeitsphase, weil sie an denselben starren gesetzlichen Rahmenbedingungen scheitern, die auch den Vorschlag von Vancouver zunichte gemacht haben. Die Stadt ist kein Einzelfall. In den meisten Fällen ist dies die Regel.


Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Handelsberatung dar. Coindoo.com unterstützt oder empfiehlt keine bestimmte Anlagestrategie oder Kryptowährung. Führen Sie immer Ihre eigenen Recherchen durch und konsultieren Sie einen zugelassenen Finanzberater, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen.

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Reporter at Coindoo

Alexander Zdravkov ist jemand, der immer nach dem Sinn hinter den Dingen sucht. Er hat mehr als drei Jahre Erfahrung im Kryptobereich, wo er geschickt neue Trends in der Welt der digitalen Währungen erkennt. Ob er nun fundierte Analysen oder tägliche Berichte zu allen Themen liefert, sein tiefes Verständnis und seine Begeisterung für das, was er tut, machen ihn zu einem wertvollen Mitglied des Teams.

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