Ripple-CEO sagt, dass der CLARITY Act eine 90-prozentige Chance hat, bis April verabschiedet zu werden

Brad Garlinghouse hat die Erwartungen deutlich erhöht, dass der Digital Asset Market Clarity Act, weithin bekannt als CLARITY Act, innerhalb weniger Wochen in Kraft treten wird.
Wichtige Erkenntnisse
- Der CEO von Ripple sieht eine 90-prozentige Chance, dass der CLARITY Act bis April verabschiedet wird.
- Der 1. März ist die entscheidende Frist für die Beilegung von Streitigkeiten über die Rendite von Stablecoins.
- Banken lehnen Renditen auf Stablecoins aufgrund von Bedenken hinsichtlich einer Abwanderung von Einlagen ab.
- Die Verabschiedung könnte die US-Krypto-Regeln klarstellen und die institutionelle Akzeptanz fördern.
Der Geschäftsführer schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass der Gesetzentwurf bis Ende April 2026 unterzeichnet wird, nun auf 90 % ein, was eine deutlich stärkere Haltung ist als die meisten Prognosemärkte.
Der Gesetzentwurf mit dem offiziellen Titel H.R. 3633 soll die jahrelange regulatorische Unklarheit im US-amerikanischen Sektor für digitale Vermögenswerte beenden. Nachdem er Mitte 2025 mit Unterstützung beider Parteien das Repräsentantenhaus passiert hatte, wurde er Anfang dieses Jahres vom Senatsausschuss für Landwirtschaft weitergeleitet. Der Fokus hat sich nun auf die abschließenden Verhandlungen in Washington verlagert.
Frist des Weißen Hauses setzt Verhandlungen unter Druck
Die vom Weißen Haus gesetzte Frist bis zum 1. März ist zum zentralen Druckpunkt in den Verhandlungen geworden. Die geschlossenen Treffen am 19. Februar zwischen Regierungsvertretern, führenden Vertretern der Kryptowährungsbranche und großen Bankenverbänden wurden als konstruktiv beschrieben, aber es kam zu keiner endgültigen Einigung.
Der Hauptstreitpunkt ist die Rendite von Stablecoins. Die Regierung lehnt Berichten zufolge Zinsprämien auf ungenutzte Stablecoin-Guthaben entschieden ab und argumentiert, dass solche Anreize eine groß angelegte Abwanderung von Einlagen aus traditionellen Banken auslösen könnten. Bankengruppen warnen, dass bis 2028 Einlagen in Höhe von bis zu 500 Milliarden US-Dollar aus dem System abfließen könnten, wenn Stablecoins wettbewerbsfähige Renditen bieten.
Die Verhandlungsführer prüfen nun aktivitätsbasierte Vergütungsmodelle, die an Transaktionen statt an passive Guthaben gekoppelt sind. Dennoch bleiben die großen Banken vorsichtig und verweisen auf potenzielle Kapital- und Finanzierungsdruck.
Das Zeitfenster für die Gesetzgebung ist eng
Wenn die Verhandlungsführer vor dem Stichtag am 1. März einen Kompromiss erzielen, wird die Senatsführung voraussichtlich im Frühjahr eine Debatte im Plenum ansetzen. Vertreter des Finanzministeriums haben ebenfalls betont, dass das Zeitfenster vor den Zwischenwahlen begrenzt ist, was die Dringlichkeit einer raschen Lösung erhöht.
Sollte bis zum Stichtag keine Einigung erzielt werden, könnte dies das Gesetz für die aktuelle Legislaturperiode zum Scheitern bringen und den Gesetzgebungsprozess praktisch neu starten.
Garlinghouses Konfidenzniveau von 90 % übertrifft die aktuellen Prognosen des Prognosemarktes, der die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung in diesem Jahr eher im Bereich von 70 % bis 80 % sieht. Sein Optimismus spiegelt die erneute Zusammenarbeit zwischen Krypto-Unternehmen, Wall-Street-Institutionen und politischen Entscheidungsträgern auf Bundesebene wider.
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Auswirkungen auf XRP und die institutionelle Akzeptanz
Im Mittelpunkt des Gesetzentwurfs steht ein klarer Rahmen, der definiert, welche digitalen Vermögenswerte unter die Aufsicht der CFTC und welche unter die Aufsicht der SEC fallen. Für Ripple steht viel auf dem Spiel. Eine Einstufung des zugehörigen Tokens als Rohstoff würde die Compliance-Reibungen für US-Banken und institutionelle Partner erheblich verringern.
Analysten gehen davon aus, dass eine klare Regelung auf Bundesebene eine breitere Integration in das amerikanische Bankensystem ermöglichen könnte. Einige Marktprognosen gehen von Kurszielen im mittleren einstelligen Bereich unter einem regulierten Rahmen aus, während aggressivere Prognosen weitaus höher liegen, abhängig von der institutionellen Akzeptanz.
Ripple hat sich bereits auf diese potenzielle Veränderung eingestellt und seit 2023 fast 3 Milliarden US-Dollar für Akquisitionen ausgegeben. Laut Garlinghouse werden sich größere Transaktionen vorübergehend verlangsamen, da sich das Unternehmen vor einem möglichen regulatorischen Durchbruch auf die Integration dieser Käufe konzentriert.
Nur wenige Tage vor Ablauf der Frist des Weißen Hauses steht der CLARITY Act nun an einem entscheidenden Scheideweg – einem Scheideweg, der die US-Krypto-Landschaft für die kommenden Jahre neu gestalten könnte.
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