Bitcoin stagniert bei knapp 90.000 US-Dollar, da die Nachfrage am US-Spotmarkt weiterhin schwach ist

Die Kursentwicklung von Bitcoin hat sich in der Nähe der 90.000-Dollar-Marke verlangsamt, und On-Chain-Signale deuten darauf hin, dass die Zurückhaltung nicht von Derivaten oder Spekulationen von Privatanlegern ausgeht, sondern vom Spotmarkt – insbesondere in den Vereinigten Staaten.
Aktuelle Daten von Coinbase zeigen einen anhaltenden Verkaufsdruck im letzten Monat, was auf eine Verteilung durch US-amerikanische Investoren hindeutet. Analysten weisen darauf hin, dass dies in der Regel eher auf Aktivitäten von ETFs, institutionellen Händlern und großen Unternehmen als auf kurzfristige Trader zurückzuführen ist.
Wichtige Erkenntnisse
- US-amerikanische Investoren scheinen Bitcoin zu verteilen, wie der anhaltend negative Coinbase-Aufschlag zeigt.
- Der kurze Anstieg über 94.000 USD konnte keine dauerhafte Spot-Nachfrage in den USA anziehen.
- Der schwache inländische Kaufdruck hält Bitcoin trotz ruhiger Derivatemarktbedingungen in einer engen Bandbreite.
Der Coinbase Bitcoin Premium Index, der die Preisunterschiede zwischen den US- und den Offshore-Märkten verfolgt, ist überwiegend negativ geblieben, was auf eine schwächere Inlandsnachfrage hindeutet.
Der Index drehte nur einmal kurzzeitig ins Positive, als der Kurs kurzzeitig über die Marke von 94.000 USD stieg. Seitdem ist er schnell wieder in den negativen Bereich zurückgefallen, was darauf hindeutet, dass US-Käufer entweder zurücktreten oder ihr Engagement aktiv reduzieren. In der Vergangenheit fielen längere Phasen mit negativer Prämie eher mit Konsolidierungsphasen oder korrigierenden Kursbewegungen zusammen als mit starken Aufwärtstrends.

Die US-Spotnachfrage bleibt das fehlende Puzzleteil
Das Ausbleiben konsistenter Spotkäufe aus den USA erklärt, warum Bitcoin trotz relativ stabiler Bedingungen an den Derivatemärkten Schwierigkeiten hat, Dynamik aufzubauen. Ohne stetige Zuflüsse von US-amerikanischen Institutionen neigen Aufwärtsbewegungen dazu, schnell zu verblassen, was die aktuelle Seitwärtsbewegung verstärkt und die Fortsetzung von Rallyes einschränkt.
Die globale Liquidität sendet ein gegensätzliches Signal
Während die Nachfrage aus den USA nachgelassen hat, senden breitere Makroindikatoren eine andere Botschaft. Die globale Liquidität war in den letzten Wochen weitgehend unverändert und entsprach damit dem unruhigen Kursverlauf von Bitcoin. Es wächst jedoch die Erwartung, dass sich die Liquiditätsbedingungen im Laufe des Jahres 2026 aufgrund einer weltweit akkommodierenderen Geldpolitik der Zentralbanken verbessern könnten.
$BTC Global liquidity is stalling for the past 2 weeks or so.
Meanwhile, BTC has also just chopped sideways. I do expect global liquidity to rise throughout 2026 as central banks are getting more stimulative around the world.
Usually, BTC would join in on a rise in global… pic.twitter.com/hVzIIuvu4o
— Daan Crypto Trades (@DaanCrypto) January 10, 2026
Historisch gesehen folgt Bitcoin den globalen Liquiditätstrends tendenziell mit einer gewissen Verzögerung. Wenn die Liquidität zunimmt, profitieren oft zuerst Risikoanlagen, während Bitcoin später aufholt. Diese Kluft zwischen den zukünftigen Liquiditätserwartungen und der aktuellen Preisentwicklung deutet darauf hin, dass sich der Markt eher in einer Wartephase befindet, als dass er in eine vollständige Rezession eintritt.
Derzeit scheint Bitcoin zwischen zwei gegensätzlichen Kräften gefangen zu sein: einer schwachen Spot-Nachfrage in den USA, die das kurzfristige Aufwärtspotenzial begrenzt, und verbesserten makroökonomischen Liquiditätserwartungen, die das Abwärtsrisiko begrenzen. Eine entscheidende Bewegung könnte davon abhängen, welche Seite sich zuerst durchsetzen wird.
Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Handelsberatung dar. Coindoo.com unterstützt oder empfiehlt keine bestimmten Anlagestrategien oder Kryptowährungen. Führen Sie immer Ihre eigenen Recherchen durch und konsultieren Sie einen zugelassenen Finanzberater, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen.











