Märkte nahe ihrem Tiefpunkt – Analysten signalisieren starken Bullenmarkt für 2026–2027

Der Krypto-Analyst Michael van de Poppe argumentiert, dass die Finanzmärkte möglicherweise bereits im Dezember 2024 ihren Höchststand erreicht haben und nun eine Bodenbildung vollziehen, was die Voraussetzungen für einen stärkeren Bullenzyklus in den Jahren 2026 und 2027 schafft.
Wichtige Erkenntnisse:
- Die Märkte haben wahrscheinlich im Dezember 2024 ihren Höhepunkt erreicht und könnten nun die Talsohle durchschritten haben.
- Kryptowährungen sind zunehmend an Makrozyklen gebunden und werden als risikoreiche Anlage behandelt.
- Liquiditäts- und Konjunkturindikatoren deuten auf eine mögliche Aufwärtsbewegung hin.
- Die Volatilität des Goldpreises, die US-Renditen und die Politik der Fed sind wichtige Variablen, die es zu beobachten gilt.
Nach seinem makroökonomischen Ansatz bewegt sich Kryptowährung nicht mehr isoliert. Stattdessen verhält sie sich wie ein risikoreicher Vermögenswert mit hohem Beta, der eng mit den allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen, Liquiditätszyklen und dem Konjunkturzyklus verbunden ist. Diese Verschiebung, so sagt er, erklärt, warum das Jahr 2025 für viele Anleger trotz starker Fundamentaldaten verwirrend und enttäuschend war.
Liquidität und Konjunkturzyklus auf kritischem Niveau
Van de Poppe verweist auf historische Muster, die zeigen, dass Risikoanlagen tendenziell wieder steigen, wenn die Liquiditätsbedingungen und der Konjunkturzyklus ein Tief erreichen. Seine Grafik deutet darauf hin, dass sich der Konjunkturzyklus derzeit an einem seiner schwächsten Punkte seit mehr als einem Jahrzehnt befindet – einer Phase, die in der Vergangenheit mit Markttiefs einherging.
Der anhaltende Abschwung bei Altcoins und das Ausbleiben einer breiten Euphorie auf den Kryptomärkten stützen diese Ansicht. Während 2024 selektive Gewinne brachte – darunter eine starke Memecoin-Aktivität –, stieg die Liquidität nie aggressiv an. Infolgedessen blieb die Rallye eher verhalten als explosiv.
Warum die Preise hinter den Fundamentaldaten zurückblieben
Trotz des vertikalen Wachstums bei der Akzeptanz von Stablecoins und der zunehmenden Nutzung von Blockchain spiegelte die Preisentwicklung diese Entwicklung nicht wider. Van de Poppe vergleicht die aktuelle Situation mit den Jahren 2019-2020, als die Akzeptanzkennzahlen sprunghaft anstiegen, während Vermögenswerte wie Ethereum unverändert blieben – bis sie plötzlich an Fahrt gewannen.
Er argumentiert, dass die Kapitalrotation einen Großteil der Diskrepanz erklärt. Vermögensverwalter haben angesichts der erhöhten Volatilität in letzter Zeit Gold und Silber bevorzugt. Um das Portfoliorisiko auszugleichen, reduzierten sie ihr Engagement in anderen Risikoanlagen, einschließlich Kryptowährungen. Sobald sich die Volatilität bei Edelmetallen stabilisiert, könnte das Kapital wieder in risikoreichere Anlagen wie Bitcoin zurückfließen.
Gold, Renditen und die Fed: Wichtige Signale, die es zu beobachten gilt
Van de Poppe identifiziert mehrere makroökonomische Auslöser, die eine neue Aufwärtsphase bestätigen könnten:
- Eine Verlangsamung oder ein Rückgang der Volatilität von Gold und Silber, wodurch Kapital in Bitcoin rotieren kann.
- Schwache US-Wirtschaftsdaten, die zu niedrigeren Renditen und möglichen Zinssenkungen durch die Federal Reserve führen.
- Sinkende japanische Anleiherenditen, die den globalen Liquiditätsdruck verringern.
Er glaubt, dass sich diese Variablen einem günstigen Bereich nähern. Wichtig ist, dass er feststellt, dass Bitcoin noch keine Anzeichen von Manie oder euphorischem Blow-off-Verhalten gezeigt hat. Seiner Ansicht nach deutet dies darauf hin, dass sich die Obergrenze des Zyklus eher erweitert als verengt hat.
Eine angehobene Obergrenze für den nächsten Zyklus
Ein weiterer bemerkenswerter Punkt in seiner These ist, dass die jüngste Rallye des Goldes die Bewertungsgrenze für Bitcoin effektiv angehoben hat. Historisch gesehen hat Bitcoin das makroökonomische Verhalten von Gold mit höherer Volatilität nachgezeichnet. Wenn sich Gold nach seinem Anstieg stabilisiert, könnte Bitcoin mit verstärktem Momentum folgen.
Er räumt zwar ein, dass die kommenden Monate entscheidend sein werden, doch die allgemeine Schlussfolgerung ist optimistisch. Angesichts der Liquidität, die sich nahe ihrem zyklischen Tiefpunkt befindet, und der gedämpften Risikobereitschaft ähnelt die Situation früheren Wendepunkten, denen starke mehrjährige Aufschwünge vorausgingen.
Van de Poppe fasst den Moment mit einem klassischen Marktprinzip zusammen: Wenn Angst vorherrscht und die Positionierung gering ist, ergeben sich oft Chancen.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wird BTC bei etwa 66.000 US-Dollar gehandelt, nachdem der Einbruch des Kryptomarktes heute früh wieder an Dynamik gewonnen hat.
Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Handelsberatung dar. Coindoo.com unterstützt oder empfiehlt keine bestimmten Anlagestrategien oder Kryptowährungen. Führen Sie immer Ihre eigenen Recherchen durch und konsultieren Sie einen zugelassenen Finanzberater, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen.











