Krypto-Rallye nach der Wahl verliert an Schwung, Fed warnt

Der Optimismus, der nach den US-Wahlen die Kryptowährungsmärkte erfasst hatte, beginnt sich laut Christopher Waller, einem Gouverneur der US-Notenbank, abzukühlen.
Wichtige Erkenntnisse
- Die Begeisterung für Kryptowährungen nach den Wahlen lässt nach, was zu einer höheren Volatilität führt
- Die Neugewichtung institutioneller Risiken treibt den jüngsten Marktdruck an
- Die regulatorische Unsicherheit im Kongress belastet die Stimmung
In einer Rede am 9. Februar 2026 sagte Waller, dass die jüngsten Preisschwankungen eher eine Rückkehr zu einer vertrauten Marktdynamik als einen grundlegenden Zusammenbruch widerspiegeln.
Auf einer Konferenz des Global Interdependence Center in La Jolla, Kalifornien, wies Waller auf die Neupositionierung institutioneller Anleger und ungelöste regulatorische Fragen als Hauptursachen für die jüngste Volatilität bei digitalen Vermögenswerten hin.
Marktbegeisterung kühlt sich ab, da TradFi sich neu ausrichtet
Waller sagte, dass die „Begeisterung” nach den Wahlen auf den Kryptomärkten nachlässt, da digitale Vermögenswerte zunehmend mit der traditionellen Finanzwelt verflochten sind. Da große Finanzunternehmen nach starken Kursschwankungen ihre Risiken neu bewerten, haben Zwangsverkäufe die kurzfristigen Rückgänge verstärkt.
Er bezeichnete die Turbulenzen als ein natürliches Merkmal dieser Anlageklasse und merkte an, dass Anleger, die mit starken Schwankungen nicht zurechtkommen, ihr Engagement überdenken sollten. Seiner Ansicht nach bleibt die Volatilität „Teil des Spiels”, da Kryptowährungen parallel zu den konventionellen Märkten reifen.
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Regulatorischer Stillstand belastet die Stimmung
Die Unsicherheit in Washington hat die Vorsicht der Anleger noch verstärkt. Waller hob den im Kongress blockierten Clarity Act als eine wichtige Ursache für die Zurückhaltung hervor, da die Marktteilnehmer zunehmend zögern, Kapital zu investieren, solange es keine klareren Regeln für den Sektor gibt.
Der Mangel an legislativen Fortschritten sei nun, da die spekulative Dynamik der Wahlen nachlasse, deutlicher zu spüren.
Trotz wiederholter Marktverkäufe betonte Waller, dass Kryptowährungen weitgehend außerhalb des Kernfinanzsystems bleiben. Selbst bei starken Einbrüchen arbeiten die Banken weiter und die Zahlungsinfrastruktur bleibt unbeeinträchtigt, was die Ansicht der Fed bestätigt, dass digitale Vermögenswerte derzeit kein systemisches Risiko darstellen.
Fed erwägt „Zahlungskonten” für Krypto-Unternehmen
Mit Blick auf die Zukunft sagte Waller, dass die Federal Reserve plant, bis Ende 2026 sogenannte „Skinny”-Hauptkonten einzuführen. Diese Zahlungskonten würden Fintech- und Krypto-Unternehmen einen begrenzten Zugang zu den Zahlungssystemen der Fed, einschließlich FedNow, ermöglichen, während Privilegien wie Zinserträge oder die Nutzung des Diskontfensters ausgeschlossen wären.
Dieser Schritt zielt darauf ab, den Zugang zu Zahlungsdiensten zu modernisieren, ohne Nichtbanken die vollen Bankvorteile zu gewähren.
Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Handelsberatung dar. Coindoo.com unterstützt oder empfiehlt keine bestimmten Anlagestrategien oder Kryptowährungen. Führen Sie immer Ihre eigenen Recherchen durch und konsultieren Sie einen lizenzierten Finanzberater, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen.










