Kalshi und Polymarket droht Verbot in Tennessee wegen nicht lizenzierter Verträge für Sportveranstaltungen

Die Aufsichtsbehörden von Tennessee haben Maßnahmen ergriffen, um sportbezogene Prognosemärkte im Bundesstaat zu schließen, und Kalshi, Polymarket und Crypto.com angewiesen, keine Verträge mehr anzubieten, die an Sportereignisse geknüpft sind.
Beamte des Bundesstaates argumentieren, dass diese Produkte unlizenzierten Sportwetten gleichkommen und eindeutig unter die Glücksspielgesetze von Tennessee fallen, unabhängig davon, wie die Plattformen sie bezeichnen.
Wichtige Erkenntnisse:
- Tennessee hat Kalshi, Polymarket und Crypto.com angewiesen, sportbezogene Prognosekontrakte einzustellen.
- Die Aufsichtsbehörden sagen, dass „Event-Kontrakte” nach staatlichem Recht funktional mit Sportwetten gleichzusetzen sind.
- Die Plattformen müssen bestehende Verträge in Tennessee für ungültig erklären und bis zum 31. Januar 2026 Rückerstattungen vornehmen.
- Dieser Schritt verschärft den zunehmenden Konflikt zwischen den einzelnen Bundesstaaten über Prognosemärkte und die Aufsicht durch den Bund.
Laut den am Freitag vom Tennessee Sports Wagering Council versandten Unterlassungserklärungen boten alle drei Plattformen Wettprodukte ohne die gemäß dem Tennessee Sports Gaming Act erforderliche Lizenz an. Kopien der Schreiben wurden vom Sportwettenanwalt Daniel Wallach öffentlich geteilt.
Die Aufsichtsbehörde erklärte, dass die auf Kalshi, Polymarket und der North American Derivatives Exchange von Crypto.com verfügbaren Sportwettenverträge es Nutzern ermöglichen, Geld auf den Ausgang von Sportveranstaltungen zu setzen, eine Aktivität, die nach dem Gesetz von Tennessee ausschließlich lizenzierten Sportwettenanbietern vorbehalten ist. Die einfache Bezeichnung der Produkte als „Veranstaltungsverträge“ reiche nicht aus, um sie aus dem Geltungsbereich der staatlichen Glücksspielgesetze herauszunehmen, argumentierte der Rat.
Über die Lizenzierung hinaus äußerte die SWC auch Bedenken hinsichtlich des Verbraucherschutzes. Lizenzierte Sportwettenanbieter in Tennessee müssen strenge Vorschriften in Bezug auf Altersüberprüfung, Instrumente für verantwortungsbewusstes Glücksspiel und Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche einhalten. Nach Angaben der Aufsichtsbehörde fehlen diese Schutzmaßnahmen auf den Prognosemarktplattformen entweder ganz oder sind unzureichend.
Rückerstattungen angeordnet, da Bundesstaaten gegen Prognosemärkte vorgehen
Die Unterlassungsanordnungen verlangen von den Unternehmen, dass sie unverzüglich das Angebot von Sportwettenverträgen an Einwohner von Tennessee einstellen, alle bestehenden Positionen von Nutzern in diesem Bundesstaat stornieren und alle verbleibenden Guthaben bis zum 31. Januar 2026 zurückerstatten. Bei Nichteinhaltung drohen Geldstrafen von bis zu 25.000 US-Dollar pro Verstoß, wobei die Aufsichtsbehörde warnt, dass weitere Verstöße zu gerichtlichen Verfügungen oder einer Weiterleitung an die Strafverfolgungsbehörden führen können.
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Während Kalshi und Polymarket nach den Bundesvorschriften für Rohstoffe arbeiten und mit der Commodity Futures Trading Commission zusammenarbeiten, haben die Behörden von Tennessee deutlich gemacht, dass die Bundesaufsicht die Zuständigkeit des Bundesstaates für Sportwetten nicht außer Kraft setzt. Ihrer Ansicht nach ähneln die Verträge zwar Finanzinstrumenten, aber ihre wirtschaftliche Substanz stellt dennoch Glücksspiel auf Sportergebnisse innerhalb der Staatsgrenzen dar.
Die Maßnahme in Tennessee erfolgt inmitten einer breiteren nationalen Debatte darüber, wie Prognosemärkte reguliert werden sollten. Im vergangenen Monat hat ein Bundesrichter Connecticut vorübergehend daran gehindert, eine ähnliche Anordnung gegen Kalshi durchzusetzen, und dem Unternehmen eine Atempause gewährt, während das Gericht prüft, ob seine Produkte ausschließlich unter die Zuständigkeit des Bundes fallen. Dieser Fall, in dem auch Vorwürfe gegen Robinhood und Crypto.com erhoben wurden, ist noch nicht abgeschlossen.
Derzeit unterstreicht die Maßnahme Tennessees die wachsenden Spannungen zwischen den staatlichen Glücksspielaufsichtsbehörden und den Prognosemarktplattformen. Da diese Produkte die Grenze zwischen Finanzkontrakten und Sportwetten verwischen, wird erwartet, dass weitere Bundesstaaten ihre Autorität testen werden, was den Weg für einen Rechtsstreit darüber ebnet, wer letztendlich darüber entscheidet, wo Prognosemärkte betrieben werden dürfen.
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