Filecoin-Nachrichten: Netzwerk wird kleiner, aber Speicherauslastung erreicht neuen Höchststand

Die jüngsten Quartalsergebnisse von Filecoin zeigen, dass sich das Netzwerk weg von volumenorientierten Aktivitäten hin zu langfristiger, institutioneller Speicherung entwickelt.
Wichtige Erkenntnisse:
- Nach dem Upgrade auf Version 27 stiegen die Strafen sprunghaft an, wodurch nicht konforme Betreiber ausgeschlossen wurden.
- Die Kapazität sank, aber die Auslastung stieg, da die Speicherung auf langfristige Datensätze umgestellt wurde.
- Die Archivierungsdaten von Unternehmen blieben trotz weniger neuer Speicherverträge stabil.
- DeFi schwächte sich ab, während Governance und DataCap-Zuweisungen zunahmen.
Anstatt rein auf Kapazitätswachstum oder einen hohen Durchsatz an Transaktionen zu setzen, wird das System nun auf Betreiber ausgerichtet, die langfristig stabile, konforme und überprüfbare Speicherlösungen anbieten können.
Der entscheidende Wendepunkt war das v27-Upgrade „Golden Week”. Die neuen Regeln stellten höhere Anforderungen an Zuverlässigkeit und Datenpflege, und Betreiber, die sich nicht anpassen konnten, wurden durch den Durchsetzungsmechanismus des Protokolls entfernt. Diese Verschiebung zeigt sich in den Wirtschaftsdaten: Die Netzwerkgebühren stiegen, aber fast der gesamte Anstieg war auf Strafen zurückzuführen, die gegen Miner verhängt wurden, die die aktualisierten Standards nicht erfüllten. Die Änderung dämpfte die geringwertigen Aktivitäten, die zuvor die Kapazitätskennzahlen von Filecoin aufgebläht hatten.
Mit dem Ausscheiden nicht konformer Betreiber sank die gesamte gebundene Speicherkapazität von Filecoin um 10 % auf 3,0 EiB. Da es jedoch weniger ungenutzte oder spekulative Sektoren gab, verbesserte sich der Anteil der tatsächlich genutzten Kapazität. Die Auslastung stieg von 32 % auf 36 % im Quartalsvergleich, was zeigt, dass die verbleibende Kapazität eher für echte Arbeitslasten als für subventionsgetriebene Speicherung genutzt wird. Die täglichen neuen Speicherverträge gingen von 3,4 PiB auf 2,8 PiB zurück, aber die insgesamt aktiv gespeicherten Daten sanken nur um 1 % auf 1.110 PiB – ein Zeichen dafür, dass die kommerzielle und institutionelle Nutzung auch bei rückläufigen spekulativen Aktivitäten nicht zurückging.
Das Wachstum wurde fast ausschließlich durch reale Daten vorangetrieben. Das Netzwerk schloss das Quartal mit 2.491 Online-Datensätzen ab, was einem Anstieg von 3 % entspricht. Ein großer Teil davon sind mittlerweile extrem große Archive und keine kurzfristigen Experimente mehr. Große kulturelle und wissenschaftliche Institutionen haben in diesem Zeitraum Material hinzugefügt und damit die Rolle von Filecoin als Speicherplattform für hochwertige Archivdaten und nicht für temporäre Transaktionsanwendungen gestärkt.
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Das Finanzökosystem rund um Filecoin entwickelte sich nicht in die gleiche Richtung. Der DeFi-Bereich des Netzwerks schrumpfte weiter, da der Gesamtwert um 8,4 % auf 27 Millionen US-Dollar sank und die Liquiditätsbeteiligung um etwa 7 % zurückging. Die Token-Ströme blieben aktiv, gingen jedoch aufgrund eines leichten Preisrückgangs bei FIL in US-Dollar ausgedrückt zurück. Im Gegensatz dazu wurden Governance- und Verified-Storage-Programme vorangetrieben, darunter ProPGF Batch 1, RetroPGF Round 3 und die weitere Ausweitung der Fil+ Allocator-Initiative.
Insgesamt lag der Schwerpunkt von Filecoin im dritten Quartal eher auf der Qualität der Speicherung als auf der Größe des Speichers. Das System belohnte professionelle Betreiber und Unternehmens-Workloads und reduzierte gleichzeitig den Spielraum für Miner, die auf volumenbasierte Anreize oder eine Beteiligung mit geringem Aufwand setzten.
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