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Bitcoin

Bitcoin-Mining-Schwierigkeitsgrad verzeichnet größten Rückgang seit 2021

Bitcoin-Mining-Schwierigkeitsgrad verzeichnet größten Rückgang seit 2021

Die Mining-Schwierigkeit von Bitcoin hat eine starke Anpassung von -11,16 % verzeichnet, was den größten Rückgang seit dem Crash im Juli 2021 darstellt, der durch das Mining-Verbot in China ausgelöst wurde.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Schwierigkeit des Bitcoin-Minings sank um 11,16 % – der größte Rückgang seit 2021 und einer der größten in der Geschichte.
  • Sturmausfälle und ein Ausverkauf am Markt führten zu einem vorübergehenden Rückgang der Hashrate, aber die Netzwerkleistung hat sich bereits wieder deutlich erholt.
  • Die Rentabilität der Miner erreichte ein Rekordtief, was die Umstellung auf KI-Infrastruktur und alternative Einnahmequellen beschleunigte.

Der Rückgang ist die zehntgrößte negative Anpassung in der Geschichte des Netzwerks und zeigt, wie schnell sich externe Schocks auf das System auswirken können.

Die Anpassung am 7. Februar 2026 folgte auf einen plötzlichen Rückgang der Netzwerk-Hashrate. Schwere Winterstürme in Teilen der Vereinigten Staaten zwangen mehrere Mining-Anlagen zur Abschaltung, während ein breiterer Marktabschwung den Bitcoin-Preis in den niedrigen 60.000-Dollar-Bereich drückte. Zusammen führten diese Belastungen zu einer Verringerung der gesamten Rechenleistung, die das Netzwerk sichert, was eine automatische Neukalibrierung der Schwierigkeit erforderlich machte.

Hashrate erholt sich trotz Rentabilitätsrückgang

Trotz der starken Korrektur zeigen die Netzwerkdaten, dass sich die Hashrate in den letzten zwei Wochen bereits um etwa 20 % erholt hat. Da die vom Sturm betroffenen Miner ihren Betrieb wieder aufnehmen, kehrt die Rechenleistung stetig in das Netzwerk zurück.

Die Rentabilität bleibt jedoch unter Druck. Der Hashpreis – eine wichtige Kennzahl zur Messung der Einnahmen der Miner pro Terahash – fiel am 5. Februar auf ein Rekordtief von fast 0,03 USD pro TH/s. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 lag dieser Wert bei fast 3,50 USD, was zeigt, wie wettbewerbsintensiv und kapitalintensiv die Mining-Branche geworden ist.

Da die Hashrate wieder steigt, wird erwartet, dass die nächste Schwierigkeitsanpassung, die für den 20. Februar erwartet wird, in die entgegengesetzte Richtung ausschlagen wird, wobei Schätzungen auf eine positive Korrektur von etwa 11,5 % hindeuten.

Mining-Unternehmen wenden sich der KI-Infrastruktur zu

Volatile Einnahmen beschleunigen strategische Veränderungen bei großen Mining-Betreibern. Unternehmen wie CleanSpark und TeraWulf wandeln zunehmend ihre Rechenzentrumsinfrastruktur um oder erweitern sie, um Workloads im Bereich der künstlichen Intelligenz zu unterstützen. Die Strategie zielt darauf ab, diversifizierte Einnahmequellen zu schaffen, die weniger den Preiszyklen von Bitcoin ausgesetzt sind.

Auch Unternehmensumstrukturierungen und Kapitalbeschaffungen prägen den Sektor. Cango Inc. sicherte sich kürzlich 75,5 Millionen US-Dollar an Eigenkapitalfinanzierung, um seine integrierte Energie- und KI-Rechenplattform zu erweitern, während Argo Blockchain die gerichtliche Genehmigung für einen Umstrukturierungsplan erhielt, der sich mit unbesicherten Schuldverschreibungen in Höhe von 40 Millionen US-Dollar befasst.

Lokale Beschränkungen und globale Klarheit

Regulatorische Entwicklungen beeinflussen weiterhin die Mining-Landschaft. Canton, North Carolina, verabschiedete am 11. Februar ein 12-monatiges Moratorium für neue Kryptowährungs-Mining- und Rechenzentrumsentwicklungen, was die zunehmende Kontrolle auf kommunaler Ebene widerspiegelt.

Im Gegensatz dazu veröffentlichte der Abu Dhabi Global Market aktualisierte Leitlinien, die die Lizenzierung und Überwachung des Krypto-Minings als anerkannte kommerzielle Aktivität formalisieren. Dieser Schritt sorgt für mehr regulatorische Klarheit für Betreiber, die sich in der Region niederlassen möchten.

Die jüngste Schwierigkeitsanpassung unterstreicht, wie empfindlich das Mining-Ökosystem von Bitcoin nach wie vor gegenüber Wetterereignissen, Marktvolatilität und regulatorischen Veränderungen ist. Die rasche Erholung der Hashrate unterstreicht jedoch auch die Widerstandsfähigkeit des Netzwerks, da sich die Miner schnell an veränderte Bedingungen anpassen und gleichzeitig neue Einnahmemodelle jenseits der traditionellen Blockbelohnungen erkunden.


Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Handelsberatung dar. Coindoo.com unterstützt oder empfiehlt keine bestimmte Anlagestrategie oder Kryptowährung. Führen Sie immer Ihre eigenen Recherchen durch und konsultieren Sie einen lizenzierten Finanzberater, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen.

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Reporter at Coindoo

Alexander Zdravkov ist jemand, der immer nach dem Sinn hinter den Dingen sucht. Er hat mehr als drei Jahre Erfahrung im Kryptobereich, wo er geschickt neue Trends in der Welt der digitalen Währungen erkennt. Ob er nun fundierte Analysen oder tägliche Berichte zu allen Themen liefert, sein tiefes Verständnis und seine Begeisterung für das, was er tut, machen ihn zu einem wertvollen Mitglied des Teams.

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