Bankenriese JPMorgan gibt zu, 2021 mehr als 50 Konten von Trump geschlossen zu haben

Im Februar 2026 bestätigte JPMorgan Chase in Gerichtsunterlagen, dass es kurz nach dem Angriff auf das Kapitol am 6. Januar 2021 mehr als 50 Bankkonten geschlossen hatte, die mit Präsident Donald Trump, seiner Familie und verbundenen Unternehmen in Verbindung standen.
Wichtige Erkenntnisse
- JPMorgan bestätigte, dass es im Februar 2021 mehr als 50 Konten mit Bezug zu Trump geschlossen hat.
- Die Bank bestreitet politische Motive und verweist auf regulatorische Risikoüberlegungen.
- Trump hat eine Klage in Höhe von 5 Milliarden Dollar wegen „politischer Entbankung” eingereicht.
Die Offenlegung erfolgte als Reaktion auf eine Klage in Höhe von 5 Milliarden Dollar, die Trump vor einem Gericht in Miami eingereicht hatte.
Die Bank hatte zuvor allgemein über Kontoschließungen gesprochen, aber nicht ausdrücklich bestätigt, dass Konten im Zusammenhang mit Trump gekündigt wurden. Die neue Klage ist die erste direkte Bestätigung.
Die gerichtliche Zulassung
Laut der Klage wurden die Konten im Februar 2021 geschlossen. Dazu gehörten Firmen- und Privatkundenkonten im Zusammenhang mit Trump-Hotels, Einzelhandelsgeschäften, Immobilienprojekten in New York, Florida und Illinois sowie Trumps Private-Banking-Dienstleistungen.
Das Anwaltsteam von Trump bezeichnete das Eingeständnis als bedeutendes Zugeständnis und argumentierte, dass es ihre Behauptung stärke, dass die Schließungen gezielt und absichtlich erfolgt seien.
Die Verteidigung von JPMorgan
JPMorgan behauptet, dass die Entscheidung nicht politisch motiviert war. Die Bank erklärte, dass sie Konten nicht aufgrund politischer oder religiöser Ansichten kündige, sondern verwies stattdessen auf regulatorische Compliance-Verpflichtungen und Risikomanagementüberlegungen gemäß den Bundesbankvorschriften.
In der Klage wurden keine konkreten Compliance-Gründe für die Schließungen genannt.
Trumps rechtliches Argument
Die Klage wirft JPMorgan und seinem CEO Jamie Dimon vor, sich an dem zu beteiligen, was Trumps Anwälte als „politisches De-Banking” bezeichnen. In der Klage wird behauptet, dass der soziale und politische Druck nach dem 6. Januar die Maßnahmen der Bank beeinflusst und ihr Rufschaden und finanziellen Schaden zugefügt habe.
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Die Klage wurde in Florida eingereicht, aber JPMorgan beantragt die Verlegung des Verfahrens nach New York mit der Begründung, dass die Konten dort verwaltet wurden und die Kerngeschäftsaktivitäten in diesem Bundesstaat stattfanden.
Weitreichende Folgen nach dem 6. Januar
Nach dem Angriff auf das Kapitol distanzierten sich mehrere Organisationen von der Trump Organization. Zwei Anwaltskanzleien trennten sich von ihr, und die PGA of America verlegte die PGA Championship 2022 aus Trumps Golfclub in Bedminster.
Unabhängig davon ist eine im März 2025 von der Trump Organization gegen Capital One eingereichte Klage weiterhin anhängig.
Weiterreichende Auswirkungen
Der Streit schürt eine größere Debatte über „De-Banking” im US-Finanzsystem. Kritiker argumentieren, dass Banken Compliance-Rahmenwerke nutzen könnten, um Beziehungen zu politisch umstrittenen Kunden abzubrechen, während Finanzinstitute darauf bestehen, dass regulatorische Risiken und die Aufsicht durch die Bundesbehörden solche Entscheidungen vorantreiben.
Der Ausgang des Verfahrens könnte einen wichtigen Präzedenzfall dafür schaffen, wie Großbanken mit Reputationsrisiken in stark politisierten Umfeldern umgehen.
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