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Regelungen

Bank of England sieht sich wegen geplanter Stablecoin-Beschränkungen mit Gegenreaktionen konfrontiert

Bank of England sieht sich wegen geplanter Stablecoin-Beschränkungen mit Gegenreaktionen konfrontiert

In Westminster entsteht eine neue politische Initiative, da Gesetzgeber das britische Finanzministerium dazu drängen, die Pläne des Landes zur Regulierung systemrelevanter Stablecoins zu überdenken.

Eine parteiübergreifende Gruppe aus beiden Kammern des Parlaments hat sich in einem Schreiben an Finanzministerin Rachel Reeves gewandt und argumentiert, dass die von der Bank of England vorgeschlagenen Regeln das Risiko bergen, Großbritannien vom schnelllebigen globalen Markt für digitale Zahlungsmittel zu isolieren.

Wichtige Erkenntnisse

  • Britische Gesetzgeber warnen, dass der Stablecoin-Plan der Bank of England Innovationen und Kapital ins Ausland treiben könnte.
  • Die vorgeschlagenen Obergrenzen und Reservevorschriften werden im Vergleich zu den USA und der EU als übermäßig restriktiv angesehen.
  • Branchenführer sagen, dass Großbritannien Gefahr läuft, sein Ziel zu verfehlen, ein führender Knotenpunkt für digitale Vermögenswerte zu werden.

Anstatt der heimischen Stablecoin-Branche eine Sprungbrettfunktion zu bieten, könnte der derzeitige Ansatz der BoE britische Unternehmen benachteiligen, warnt der Brief. Die Unterzeichner – darunter ehemalige Minister, hochrangige Parteimitglieder und Peers aus beiden Lagern – argumentieren, dass mehrere der vorgeschlagenen Beschränkungen die Innovation im Bereich Stablecoins praktisch schon im Keim ersticken würden.

Ihre Bedenken beschränken sich nicht auf ein einziges Thema. Der Brief hebt eine Reihe von Maßnahmen hervor, die zusammengenommen die Einführung einschränken würden: Begrenzungen der Mengen, die Einzelpersonen und Unternehmen halten dürfen, ein Verbot der Großhandelsnutzung außerhalb einer streng kontrollierten Sandbox und Vorschriften, die Emittenten daran hindern, Zinsen auf ihre Reserven zu verdienen.

Nach Ansicht der Gesetzgeber würden diese Maßnahmen das System nicht schützen – sie würden die Nutzer lediglich dazu ermutigen, sich auf dollarbasierte Stablecoins aus dem Ausland zu verlassen.

Die Branche sieht das gleiche Problem

In Großbritannien registrierte Krypto-Unternehmen sagen, dass die politische Intervention eine weit verbreitete Stimmung unter den Entwicklern widerspiegelt. Führungskräfte argumentieren, dass Stablecoins bereits als Infrastruktur und nicht als Experimente funktionieren und dass Großbritannien Gefahr läuft, sie so zu regulieren, als wären sie noch theoretisch.

Ein leitender Börsenbetreiber sagte, das Land riskiere, „sich in eine defensive Haltung zu begeben, während andere die Tür für die Einführung in der realen Welt öffnen”. Eine andere Stimme aus der Branche merkte an, dass durch das Pfund Sterling gedeckte Stablecoins derzeit nur einen vernachlässigbaren Teil des globalen Angebots ausmachen – weniger als ein Zehntel Prozent – und warnte, dass eine Politik, die sich eher auf hypothetische Risiken als auf die Realitäten des Marktes stützt, diese Unterperformance zementieren könnte.

Was die Bank of England vorgeschlagen hat

Der Rahmen der BoE für systemrelevante Stablecoins in Pfund Sterling umfasst vorübergehende Obergrenzen von 20.000 £ pro Nutzer und etwa 10 Millionen £ für die meisten Unternehmen. Die Emittenten müssten außerdem einen großen Teil ihrer Reserven als unverzinsliche Einlagen bei der Zentralbank halten.

Kritiker argumentieren, dass diese Struktur die Einführung einer wettbewerbsfähigen Stablecoin wirtschaftlich nahezu unmöglich macht. Wenn Emittenten keine Zinsen auf ihre Sicherheiten erzielen können, während globale Wettbewerber dies können, werden auf Pfund Sterling lautende Token immer weniger effizient, weniger attraktiv und weniger skalierbar sein.

Die internationale Landschaft sieht viel offener aus

Im Vergleich zu anderen führenden Rechtsordnungen wächst die politische Frustration.

In der gesamten Europäischen Union bietet MiCA bereits einen funktionierenden Rahmen, der es Euro-Stablecoins ermöglicht, in großem Umfang zu operieren, während nur in Bezug auf die Währungshoheit Schutzmaßnahmen auferlegt werden. In den Vereinigten Staaten hat der GENIUS Act einen Weg für die breite Nutzung regulierter Stablecoins im Zahlungsverkehr und bei der Abwicklung eröffnet – ohne die von London in Betracht gezogenen harten Obergrenzen.

Für britische Unternehmen, die diese Entwicklungen beobachten, ist die Botschaft klar: Wenn Großbritannien strenge Beschränkungen festlegt, während die Konkurrenten das Wachstum fördern, werden Kapital und Talente natürlich dem freundlichsten Umfeld folgen.

Warnung an das Finanzministerium

In dem Schreiben der Gesetzgeber wird argumentiert, dass das Bestreben Großbritanniens, ein globaler Knotenpunkt für digitale Vermögenswerte zu werden, mit einem Regime, das grundlegende Funktionen einschränkt, unvereinbar ist. Das Schreiben fordert zwar nicht, dass die BoE ihren Ansatz aufgibt, ruft aber den Finanzminister dazu auf, einzugreifen, bevor die Politik „Großbritannien in eine fragmentierte und wettbewerbsunfähige Position bringt”.

Ein Führungskraft formulierte es so: „Wenn durch das Pfund gedeckte Stablecoins künstlich eingeschränkt werden, wird die Aktivität nicht verschwinden – sie wird sich einfach ins Ausland verlagern.”


Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Finanz-, Anlage- oder Handelsberatung dar. Coindoo.com unterstützt oder empfiehlt keine bestimmte Anlagestrategie oder Kryptowährung. Führen Sie immer Ihre eigenen Recherchen durch und konsultieren Sie einen zugelassenen Finanzberater, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen.

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Reporter at Coindoo

Alexander Zdravkov ist jemand, der immer nach dem Sinn hinter den Dingen sucht. Er hat mehr als drei Jahre Erfahrung im Kryptobereich, wo er geschickt neue Trends in der Welt der digitalen Währungen erkennt. Ob er nun fundierte Analysen oder tägliche Berichte zu allen Themen liefert, sein tiefes Verständnis und seine Begeisterung für das, was er tut, machen ihn zu einem wertvollen Mitglied des Teams.

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